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Oberschopfheim feiert 2013 sein Jubiläum

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Zunft

Die Geschichte der Zunft
und der Oberschopfheimer Fasent

Die Stänglihocker Narrenzunft Oberschopfheim blickt im kommenden Jahr auf 55 Jahre organisierte Oberschopfener Fasent zurück. Hinweise auf Fasenttreiben vorangegangener Jahrhunderte gibt es leider nicht mehr. Fest steht jedoch, dass es in Oberschopfheim die Fasent seit alters her gibt, obwohl sie jedoch nicht über die Grenzen hinaus bekannt wurde. Auf Anregung von Josef Kopf wurde im Oktober 1956 im Gasthaus Adler mit der Bildung eines Elferrates die Stänglihocker Narrenzunft ins Leben gerufen. Der Elferrat setzte sich aus je 2 Vereinsvertreter der sechs örtlichen Vereine zusammen.

Die erste organisierte Fasent fand dann im Jahre 1957 statt. 1959 formierte sich eine Hexengruppe zusammen. Viele tolle närrische Fasentjahre folgten, bis das Jahr 1968 das vorläufige Ende der Oberschopfener Fasent brachte. Der Elferrat löste sich auf und niemand war bereit die Fasent zu organisieren. Das Schnurren und Schnaigen und auch einige Fasentveranstaltungen wurden abgehalten, jedoch drohte das närrische Treiben des Oberschopfener Volkes völlig einzuschlafen, lediglich einige Hexen trieben noch ihr Unwesen. Günter Brodowski war es dann, der im Jahre 1976 die Weichen für eine Neugründung stellte. Es wurde ein Narrenrat gebildet, und im Februar 1977 kam dann die Fasent in Oberschopfheim wieder ins Rollen. Das Brauchtum und die Tradition aus den Anfangsjahren (1957) wurden weitgehend übernommen und bis heute beibehalten.

Die wieder gegründete Narrenzunft beteiligte sich auch sehr aktiv am örtlichen Vereinsleben. Von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der aktiven und passiven Mitglieder. Man hatte sich im örtlichen Vereinsleben integriert. In den Anfangsjahren gab es auch schwierige Situationen zu meistern. Viele junge Leute wollten Fasent feiern, ohne Pflichten - ohne jegliche Bindung zum Verein. Doch auch in einer Narrenzunft müssen Rechte und Pflichten befolgt und wahrgenommen werden. Mit dem Leitsatz und dem Appell an alle aktiven Mitglieder "Nicht gegeneinander sondern miteinander" wuchs unsere Zunft in den letzten Jahren zu einer Einheit zusammen. So zeigt man sich bis heute als eine geschlossene Gemeinschaft, die es versteht Brauchtum zu pflegen und am Fasenttreiben mit großem Spaß und großer Freude mitzuwirken.

Die Vorsitzenden (Zunftmeister) der Stänglihocker Narrenzunft Oberschopfheim

1956 - 1968
1976 - 1979
1979 - 1997
1997 - 2003
2003 - 2005
2005 - 2009
2009 - heute

Josef Kopf
Hugo Haag
Günter Brodowski
Martina Knab-Kopf 
Bruno Roth, Mathias Holzenthaler, Anton Holewa
Bruno Roth, Mathias Holzenthaler, Alois Oschwald
Bruno Roth, Mathias Holzenthaler, Sabrina Oschwald

Unser Fasentbrauchtum - Unsere Tradition

Der 11.11.: In den Anfangsjahren von 1976 wurde am 11.11. die Fasent in der Turnhalle mit einem Programm eröffnet. Da die Resonanz für diesen Termin mit den Jahren abnahm, hat sich die Narrenzunft 1993 mit den Narrenzünften von Hohberg zusammen geschlossen und veranstaltet abwechselnd in Niederschopfheim, Hofweier, Diersburg und Oberschopfheim den 11.11. unter dem Motto Fasenteröffnung von Groß-Hohberg.

Am Schmutzige beginnt morgens um 6:00 Uhr das Wecken mit viel Krach, anschließend werden die Schulkinder befreit und unser Fasentkind die "Adelheid" von den Kindergartenkindern getauft. Die Lohbachhexen zieren den Narrenbaum mit unserer Adelheid und mit anderen närrischen Sachen. Die Lohbachhexen stellen dann unter den Klängen des Fanfarenzuges den Narrenbaum auf den Dreiangel. Anschließend marschiert die Narrenschar, als Hemdglunker zum Rathaus, um die Macht der Gemeindeverwaltung zu übernehmen. Dieser Triumph wird dann in der Auberghalle gebührend gefeiert.

Am Fasentsamschdig findet unter der Mitwirkung einiger örtlicher Vereine der Närrische Dorfowe in der Auberghalle statt. Seit einiger Zeit steht dieser in jedem Jahr auch unter einem Motto. Mit einer bunten Mischung aus Tanz, Vorträgen und Musikdarbietungen hat sich der Närrische Dorfowe in den letzten Jahren zu einem echten Highlight der Oberschopfheimer Fasent entwickelt.

Am Fasentsunndig wird pünktlich um 11:11 Uhr die Freßgass eröffnet. Nachmittags findet ein närrischer Umzug mit anschließendem Narrentreiben statt. Es beteiligen sich örtliche Vereine und private Gruppen.

Am Fasentzischdig findet ein Kinder- und Jugendnachmittag statt, dessen Programmgestaltung ausschließlich von den Oberschopfheimer Kindern und Jugendlichen durchgeführt wird. Bei Anbruch der Dunkelheit findet für die Kleinen eine Fasentverbrennung statt und nach allgemeiner Wirtschafts- und Straßenfasent wird für alle Narren noch einmal um 0.00 Uhr unterm Narrenbaum die Adelheid unter Wehklagen und vielen Tränen verbrannt.

Das Schnurre und Schnaige spielt beim Fasenttreiben in Oberschopfheim am Fasentmändig und Fasentzischdig eine große Rolle. Vermummt in vielerlei Gestalt (Domino, Hexen, Teufel, Clown usw.) ziehen Narrengruppen von Haus zu Haus - von Wirtschaft zu Wirtschaft und Treiben mit den Mitbürgern ihren Schabernack. Wenn der Hausherr die Personen erraten hat oder die Narren sich zu erkennen geben, wird der Hauswein und ein Vesper aufgetischt. Bei viel Getratsch und Gelächter vergehen die Stunden viel zu schnell. Bei unserem Narrensome ist das Gäggle am Fasentmändig und Fasentzischdig sehr beliebt. Sie ziehen ein Fasentkleid an und marschieren als Cowboy, Indianer, Großmutter, Kaminfeger u.v.m. vn Haus zu Haus und sagen ein Gedicht auf. Dafür gibt es Süßigkeiten (früher gab es noch Eier).


Die Zunft im Jubiläumsjahr 2012

 

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